Die Zucht der Thüringer Wald Ziege

Die Thüringer Wald Ziege ist eine einheimische Ziegenrasse, die zu den gefährdeten Nutztierrassen zählt. Die Herdbücher werden jeweils von den Landesziegenzuchtverbänden der einzelnen Bundesländer geführt. Etwa 120 Herdbuchzuchten gibt es bundesweit mit rund 1300 Zuchttieren. Die meisten Zuchtbetriebe sind CAE-unverdächtig und stehen großteils unter Milchleistungskontrolle. Darüber hinaus gibt es viele Halter der Thüringer Wald Ziege ohne Herdbuchzucht, die sich ebenso an dieser schönen Rasse erfreuen und sie nutzen.

Eine Herdbuchzucht ist für die Erhaltung einer gefährdeten Rasse von großer Bedeutung. Nur Herdbuchtiere haben eine gesicherte und registrierte Abstammung, die die Rassereinheit gewährleistet. Es ist wichtig, ausreichend Betriebe zu haben, die Milchleistungsprüfung durchführen und dadurch in der Lage sind, allen anderen Züchtern und Haltern reinrassige, gekörte Zuchtböcke zur Verfügung zu stellen. Nur so kann die Leistungsfähigkeit der Rasse aufrechterhalten werden, die für eine langfristige Erhaltung von besonderer Bedeutung ist.

Das Zuchtziel der Thüringer Wald Ziege wurde in 2011 gemeinsam von allen bundesdeutschen Ziegenzuchtverbänden verabschiedet. Es lautet:

"Ziel ist der Erhalt der in ihrem Bestand gefährdeten Rasse. Gefordert wird eine fruchtbare, widerstandsfähige und langlebige Ziege mit hoher Wirtschaftlichkeit. Der Rücken sollte möglichst straff sein, mit breit angelegtem, nicht zu stark abfallendem Becken. Das Fundament soll trocken und nicht zu fein, die Beinstellung korrekt sein. Das Euter sollte gleichmäßig, geräumig, drüsenreich und fest angesetzt sein, das weit nach vorn reicht. Die mittellangen, gleichförmigen und klar abgesetzten Striche sollen sich gut zum Hand- und Maschinenmelken eignen.
In Fortführung der Rasse ist auf Reinrassigkeit zu achten, Einkreuzungen sind zu vermeiden." (BDZ, 2011)

Hier gehts zum Link: Die gentische Eigenständigkeit unserer Rasse ist akut durch Einkreuzungen der britischen Toggenburger bedroht (Züchter-Rundschreiben August 2014)

Hier: Aktuelle Angebote / Suche an reinrassigen TWZ-Herdbuchböcken (Stand Oktober 2014)

Weitergehende Infos und Tabellen finden Sie nachfolgend.

Verteilung der Zuchtpopulation

Aktuelle Bestände der Thüringer Wald Ziege

Bundesland / Verband 2000* 2006**  2011**    2014**
  Ziegen Züchter Ziegen Züchter Ziegen Züchter Ziegen Züchter
Brandenburg 5 1 29 7 17 4 18 5
Baden-Württemberg 9
3
20 4
60 7 101 10
Bayern 0 0 43 6 120 12 120 10
Hessen 35 13 112 14 200 11 95 12
Niedersachsen 30 10 92 24 155 17 184 20
Rheinland 6 2 22 6 13 6 13 4
Rheinland-Pfalz 11 4 51 10 132 13 k.A. k.A.
Sachsen-Anhalt 2 1 2 1 2 1 1 1
Schleswig-Holstein 9 4 11 4 15 3 11 4
Sachsen 52 4 140 12 120 8 k.A. k.A.
Thüringen 191 32 242 30 397 35 388 28
Mecklenburg-Vorpommern 9 1 19 2 0 0 0 0
Westfalen 31 4 47 11 50 7 52 10
Gesamt 290 79 830 131 1281 124 1005  107

* Quelle: BDZ

** Erhebungen im Modellprojekt LTZ und GEH

2014: keine Infos aus Sachsen und Rheinland-Pfalz, dort vermutlich insgesamt rund 200 Tiere zusätzlich.

 

Verteilung der Bocklinien (Stand Frühjahr 2014)

Bundesland / Verband Gesamt B-Linie E-Linie M-Linie  C-Linie Z-Linie
Brandenburg 6 5
1
0
0
0
Baden-Württemberg 14 3 3
3
1
4
Bayern 17 5 5 1
2 4
Hessen 15 5 4 3 1 2
Niedersachsen 17 0 7 2 2 6
Rheinland 4 2 2 0 0 0
Rheinland-Pfalz k.A.
Sachsen-Anhalt 0 0 0 0 0 0
Schleswig-Holstein 4 2 1 0 1 0
Sachsen k.A.
Thüringen 32 5 4 5 8 10
Westfalen 10 5 2 0 3 0
Gesamt 119 32 29 13 18 27

Die TWZ hat fünf Bocklinien. Die alten "Thüringer" Bocklinien waren die Linie B und E. Hinzu kamen Ende der 1980er Jahre 2 Linen, C und Z, die durch die kurzzeitige Einkreuzung von 2 Schweizer Toggenburger Linien entstand. Der tatsächliche Toggenburger-Genanteil in diesen Linien ist über die vielen Generationen inzwischen zu vernachlässigen. Die Linie M entstand durch Teilung der Linie E.

Die Verteilung der Bocklinien über die Bundesländer ist sehr unterschiedlich, aber recht gleichmäßig. Da man aus Sicht eines Bundeslandes oftmals keinen Blick in die anderen Bocklinien hat, ist es wichtig, einen bundesweiten Blick auf die Linien zu wagen. So zeigt sich, dass man in einem Bundesland annehmen könnte, dass eine Linie selten ist, in der Gesamtbetrachtung zeigt sich jedoch meist ein Ausgleich in anderen Ländern.

Eine regelmäßige Beobachtung ist sinnvoll um ein unbemerktes Verschwinden einer Bocklinie zu verhindern. Allerdings sind auch die Mutterlinien zu betrachten und die Tatsache, dass sich in einer Bocklinie selbstverständlich über die weiblichen Ahnen verschiedene Vaterlinien in unterschiedlichen Genanteilen vereinen.

 

Ziegen-Monitoring BDZ
Am 31.10.2013 fand in Bonn ein Workshop zu den Ergebnissen und Schlussfolgerungen zu dem Projekt „Monitoring tiergenetischer Ressourcen in Deutschland: Schaf/Ziege“. Es wurde von VDL und BDZ zusammen mit den entsprechenden Züchtervereinigungen für Schafe und Ziegen und VIT (Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung) in Verden durchgeführt, finanziert von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Der vollständigen Monitoringbericht Schaf/Ziege findet sich unter http://download.ble.de/08BE001.pdf

Der Rassebeirat Thüringer Wald Ziege war zu dieser Veranstaltung, vertreten durch Katja Peter, als Referentin zu dem Thema: „Welchen Nutzen hat das Monitoring für die praktische Ziegenzucht“ eingeladen. Aufgrund unseres vorausgegangenen Thüringer Wald Ziegen-Projektes waren wir in der Lage, die Ergebnisse aus dem aktuellen Monitoringbericht einzuordnen und wichtige Empfehlungen für ein zukünftiges Rassemonitoring zu geben.

Die Zusammenfassung des Vortrags finden Sie hier

 

Der Rassebeirat Thüringer Wald Ziege

Der Rassebeirat Thüringer Wald Ziege

Die wichtige bundesweite Vernetzung der TWZ-Zucht findet unter Mitwirkung des TWZ-Rassebeirats statt, in der sich langjährige erfahrene Züchter und Rasseexperten austauschen und auch spezielle Fragen zur Zucht der Thüringer Wald Ziege behandeln. Die Gruppe arbeitet unter dem Dach des Landesverband Thüringer Ziegenzüchter e.V. (LTZ), es wirkt dabei mit die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH). Hier werden Themen zu speziellen Erhaltungsfragen und Erhaltungszuchtprogrammen behandelt und wissenschaftlich begleitet.

Aktuell setzt sich der Rassebeirat Thüringer Wald Ziege folgendermaßen zusammen, weitere Mitglieder können berufen werden:

Dr. Katja Peter (Vorsitzende des Landesverbandes Thüringer Ziegenzüchter e.V., Züchterin)
Arno Rudolph (Zuchtleiter Thüringen), Sebastian Apfel, Stephan Norbey und Karin Steinmetz (Herdbuchzüchter und Beiratsmitglieder Thüringen),
Karola Stier (Vorstand, Ziegenkoordination und Rassebetreuerin TWZ der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V., GEH)
Claudia Pohmer (Herdbuchzüchterin Bayern),
Jens Klemm (Herbuchzüchter und Beiratsmitglied Baden-Württemberg),
Dr. Gerd Manecke (Herdbuchzüchter Hessen),
Jürgen Backmann (Herdbuchzüchter Sachsen),
Ergänzt wird der Beirat von Verteterinnen aus dem BDZ Dr. Regina Walther (Sachsen) und Linda Bauer (Niedersachsen) und steht offen für interessierte ZuchtleiterInnen aus den Landesverbänden.

 

Rückblick: Konstitution des Rassebeirats für Thüringer Wald Ziegen

Am 3. Juni 2012 traf sich die Rassearbeitsgruppe „TWZ-Aktiv“ zum 6. Mal auf dem Ziegenhof Peter in Greußen. Ein erweiterter Kreis aus Züchtern, Zuchtverbänden und Wissenschaft wurde eingeladen, um einen Rassebeirat zu gründen.
In den letzten 20 Jahren der Zucht der TWZ konnte eine Verzehnfachung der Bestandszahlen erreicht werden, von 124 weiblichen Zuchttieren in 2013 auf 1271 Ziegen. Erfolgreiche Kooperationen und eine gute Öffentlichkeitsarbeit,  unterstützt durch die BLE-Projekte, trugen dazu bei.
Im letzten Jahr wurden folgende Aktivitäten durchgeführt: Neugestaltung der Homepage, Züchter-Rundschreiben, Aktualisierung Abstammungsdatenbank,  Vorstellung der TWZ-Aktivitäten auf diversen BDZ-Sitzungen.


Deutschlandweite / internationale Zucht-Infrastruktur für die Thüringer Wald Ziege

Der Fachbeirat für genetische Ressourcen empfiehlt in seinem Papier zu Erhaltungszuchtprogrammen die Einrichtung von bundesweiten Rassebeiräten unter zentraler Federführung eines Zuchtverbandes.
Dieser Vorschlag wurde von der Gruppe begrüßt. Es wurde einstimmig beschlossen, für die erste Ziegenrasse in Deutschland einen Rassebeirat zu gründen, um die Koordination der Zucht, Organisation bundesweiter Veranstaltungen etc. zu verbessern. Der Landesverband Thüringer Ziegenzüchter (LTZ), unterstützt von der GEH steht für die Koordination des Rassebeirats zur Verfügung. Ergebnisse und Empfehlungen des Rassebeirats sollen regelmäßig an die Verbände kommuniziert sowie in die Zuchtleitersitzungen getragen werden.
Der Rassebeirat gründete sich 2012 aus den Mitgliedern der Rassearbeitsgruppe „TWZ-Aktiv“. Neben langjährigen Herdbuchzüchtern aus den Bundesländern mit größerer Verbreitung der TWZ sind Arno Rudolph als Thüringer Zuchtleiter sowie Dr. Katja Peter und Petra Müller (LTZ), Regina Brückner (TLL, Herdbuchführung) und Karola Stier (GEH) weiterhin vertreten. Er steht offen für weitere interessierte Zuchtleiter. Weitere Mitglieder können berufen werden.

Maßnahmen zur Erhaltungszucht der TWZ
Folgende Maßnahmen werden als wichtig erachtet und sollen die Arbeit des Rassebeirats bestimmen:
•    Breite Anwendung des Zuchtziels unter Erhaltungs- und wirtschaftlichen Aspekten
•    Zuchttierdatenbank für die gesamte Population im In- und Ausland
•    Gestaltung von bundesweiten Veranstaltungen, vorzugsweise angebunden an bestehende Termine (z.B. Butzbach als Auktionsstandort, Grüne Tage Thüringen oder Agra Leipzig für Ausstellungen).
•    Information und Öffentlichkeitsarbeit: Rundschreiben an Züchter, Interessenten, Verbände, Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Internet
•    Unterstützung der Züchter hinsichtlich ökonomischer Gesichtspunkte (Produktvermarktung, Homepage), Motivierung weiterer Herdbuchzüchter, bei Bedarf Exportkoordinierung.
•    Identifikation wichtiger Bocklinien zur gezielten Aufstellung mithilfe von vorhandenen Zuchttierdaten

Die bundesweite Zuchttierdatenbank ChromoSoft

Datenbankprogramm ChromoSoft
Das Programm ChromoSoft ist eine speziell für kleine Populationen entwickelte Software. Es besitzt Funktionen wie:
•    Stammbaumdarstellung des Tieres bis zu 6 Generationen mit Ausgabe des Inzuchtkoeffizienten, Ahnenverlustkoeffizienten, Genanteilberechnung, Stammbaum mit Fotos
•    Probeanpaarungen möglicher Paarungspartner mit Berechnung von Inzucht, Genanteilen, Ahnenverlustkoeffizient
•    Optische Darstellung der Inzuchtverursacher im Stammbaum
•    individuelle Definition von Leistungs- und Exterieurmerkmalen

Im Rahmen eines vom BMELV unterstützten Modell- und Demonstrationsvorhabens des Landesverband Thüringer Ziegenzüchter e.V. (LTZ) wurde 2006 eine bundesweite Zuchttierdatenbank erarbeitet, mit der die Züchter einen Zugang zu den Abstammungen der Gesamtpopulation haben. Hier können sie ihre Anpaarungsplanung aufgrund der Verwandtschaften der Ziegen (Inzuchtbegrenzung) sowie Exterieurmerkmalen durchführen.

Die Zusammenführung der bundesweiten Herdbuchdaten in 2006 war eine wichtige Grundlage für eine länderübergreifende Zuchtplanung. Sie erleichtert nun die Zuchtberatung und ermöglicht die Beobachtung der Population. Die Zuchttierdatenbank ChromoSoft stellt ein zusätzliches Mittel zur Zuchtplanung dar; die Herdbuchführung verbleibt weiterhin in den Händen der Landesziegenzuchtverbände. Die Datenbank wird jährlich mit den Herdbüchern abgeglichen sowie durch aktuelle Züchtermeldungen ergänzt.

Die von den Zuchtverbänden übermittelten Herdbuchdaten wurden zusammengeführt und mit umfangreichen historischen Abstammungsinformationen ergänzt. Von jedem Tier ist nun die vollständige bekannte Abstammung bis in die 1970er rückverfolgbar. Insgesamt wurden 2272 Datensätze (Tiere) durch verschiedene Tests und manuelle Bearbeitung miteinander in Einklang gebracht. Die unterschiedlichen Herdbuchnummernsysteme der Zuchtverbände erschwerten dabei die Identifikation der Tiere. Bei der Bereinigung und Pflege über drei Jahre hinweg reduzierte sich der ursprünglich in den Herdbüchern vorhandene Bestand durch die Entfernung von Doppeltieren bzw. nicht mehr aktiven Tieren um rund 20%.

Schwerpunkte der Zuchtgeschichte

80er Jahre des
19. Jahrhundert

Einfuhr von Ziegen (Toggenburger Schlag) aus dem Gebiet Toggenburg (östliche Schweiz) nach Deutschland.
Dieser Ziegenschlag zeichnete sich durch Widerstandskraft, Milchergiebigkeit und Genügsamkeit aus.

historische Toggenburger Ziege

Folgezeit

Die Toggenburger Ziegen zeigten nach ihrer Einkreuzung in die Thüringer Landschläge eine außergewöhnliche
Durchschlagskraft. Negative Kreuzungseffekte (Langes Haarkleid) wurden durch gezielte Selektion verbessert. Die Kreuzungsprodukte wurden Thüringer Toggenburger genannt. Auch in Sachsen und an der Odermündung waren diese Tiere anzutreffen.

11.08.1935

Die in Deutschland gehaltene Toggenburger Ziege wurde nach genauster Prüfung durch eine Züchterkommission in Thüringer Wald Ziege (TWZ) umbenannt. Zu der Zeit wurden 52.810 Tiere gezählt.

.

Nach 1945

Erneuter Aufschwung der Ziegenzucht in Deutschland

1959

Der Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) übernimmt in der ehemaligen DDR die Zuchtleitung

1965

Reduzierung des Herdbuchbestandes, Problem der Inzucht!

1988

Kauf von einem Bock und drei Muttertieren der Rasse Toggenburger aus der Schweiz zur Blutauffrischung, gezielter Einsatz der zugekauften Tiere in der Herde eines Züchters

1992

Gründung des Landesverbandes Thüringer Ziegenzüchter e.V.

1993

Anerkennung der Thüringer Wald Ziege als eine der gefährdeten Nutztierrassen durch die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH).
Die ersten Altbundesländer halten bereits TWZ. Thüringen hält zu diesem Zeitpunkt 60 % der weiblichen Tiere.

2004

Die TWZ wird in 13 Bundesländern von 106 Züchtern gezüchtet. Der Bestand an weiblichen Herdbuchtieren beträgt 711 Tiere. Auf Thüringen entfallen 45 % des Herdbuchbestandes.

2005

Symposium 70 Jahre Thüringer Wald Ziege
130 Teilnehmer aus allen Teilen der Bundesrepublik nahmen am Symposium teil.

2006 - 2009

Die bundesweite Vernetzung der Thüringer Wald Ziege wird im Rahmen eines Modellvorhabens von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördert. (siehe auch unter „Projekte"). Das Projekt wird von Landesverband Thüringer Ziegenzüchter e.V. durchgeführt, in Kooperation mit der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

2008

Erste Bundesschau Thüringer Wald Ziege anlässlich der Grünen Tage in Erfurt. 16 Züchter aus dem gesamten Bundesgebiet nehmen mit rund 100 Ziegen an der Bundesschau teil.

2010-2014

Ein Modellvorhaben der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH), gefördert vom BMEL und betreut von der BLE (Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft) unterstützt die Maßnahmen zur bundesweiten Vernetzung in Form von Datenvernetzung, Populationsanalysen und bei der Gründung eines Bundesweiten Rassebeirats. Der Rassebeirat wird 2012 gegründet und von der BSZ als Rasseausschuss anerkannt.

Es werden bundesweit rund 140 Böcke und 1200 Mutterziegen in den Herdbüchern gezüchtet. Schwerpunkte der Zucht ist das Ursprungszuchtgebiet Thüringen, aber auch in Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern.